Mit den jungen Kindern Zeit verbringen?

In der Integrativen Montessori – Spielstube, wo sich Kinder ab 9 Monaten bis zum Eintritt in eine Tageseinrichtung für Kinder einmal wöchentlich mit Mama oder Papa treffen. In der Spielstube sammeln die Kleinsten die ersten Erfahrungen mit anderen Kindern und mit den vielfältigen Materialien, die auf diese junge Zielgruppe abgestimmt ist.

Eine gut vorbereitete Umgebung und eine liebevolle und ruhige Atmosphäre laden zum „Arbeiten“ ein. Alles ist in der Friedhofsallee 19 so aufbewahrt, dass auch die kleinen Kinder selbstständig aus dem Vorhandenen auswählen können. Alle Materialien befinden sich, getreu dem Montessori – Prinzip, immer wieder am gleichen Platz.

In gleicher Weise sind in der Spielstube die „Übungen des täglichen Lebens“ vorbereitet. Diese Übungen geben den Kleinsten Gelegenheit, sich intensiv mit Gegenständen aus ihrer häuslichen Umgebung auseinanderzusetzten. Die gleichbleibende räumliche Gestaltung der Spielstube entspricht einem zeitlich gleichbleibenden Ablauf. Dieser wird allen Teilnehmern zu Beginn der Spielstube nähergebracht und erläutert.

Der recht umfangreichliche zeitliche Rahmen von 15.30 – 18 Uhr am Dienstag oder Donnerstag hat sich selbst für die kleinen Kinder bewährt. In jeder Spielstube treffen sich 10 Kinder mit einer Begleitperson, wo sie Ruhe, Geborgenheit, Ablösung Zusammenhalt und angenommen sein gemeinsam erleben dürfen. Eltern haben Zeit, Kontakte untereinander zu knüpfen und sehr häufig entstehen lange Freundschaften unter den Erwachsenen. Die unterschiedlichen Angebote des Familienzentrums werden gerne in Anspruch genommen.

Beide Spielstubengruppen arbeiten integrativ.  Anmeldungen für die Spielstube gehen bis zum 30. 4. eines jeden Jahres zum 1. 8. eines Jahres. Bei Interesse an diesem Konzept schauen Sie gerne auf unsere Homepage, oder melden sich telefonisch unter 02541 5541 bei der Leitung des Kinderhauses.

Elternkontakt einmal ganz anders

Das dachten sich die Eltern des neu gewählten Elternrates des Montessori-Kinderhauses/Familienzentrums in ihrer ersten Sitzung. Das sonst immer sehr beliebte monatliche Elternfrühstück konnte Corona-bedingt nun schon lange nicht mehr stattfinden. „Die Eltern vermissen aber die Kontakte und den Austausch untereinander“, so Jana Ross, Tagesstättenratsvorsitzende.

So entstand schnell die Idee, ein Elterncafé unter freiem Himmel zu planen. Gemeinsam mit der Leitung, Ite Jansen, wurde der Plan sofort konkret. Der Elternrat informierte alle Eltern des Kinderhauses und der Spielstuben, brachte große Stehtische mit und kochte Kaffee. „Dann gibt es ein Steh-Café“, so Jana Ross, „schließlich haben wir doch vor dem MoKi so viel Platz, dass die Eltern mit dem nötigen Abstand endlich mal wieder ins Gespräch kommen können.“

Viele Eltern genossen den warmen Kaffee und den Austausch an einem kühlen Herbsttag und so beschloss man, das Elterncafé nun jeden letzten Freitag im Monat bei Wind und Wetter nach draußen zu verlegen. Auch die Leitung des Montessori-Kinderhauses, Ite Jansen, zeigt sich begeistert: „Uns fehlen die Kontakte mit den Eltern sehr. In einer Elterninitiative sind sie wichtiger denn je.“

Zusätzlich zum Elterncafé war im Außenbereich bereits in der gesamten Woche eine Tauschbörse für Kinderbücher aufgebaut. Viele Eltern nutzten diese Gelegenheit, um mit Sicherheitsabstand nach neuen Büchern zu stöbern und beim Büchertausch ins Gespräch zu kommen. „Wir sind mit dem Ergebnis super zufrieden“, so Elisa Revers, die sich als 2. Vorsitzende den Kontakt zwischen Eltern und Personal besonders auf ihre Fahnen geschrieben hat. „Wir bleiben auf jeden Fall kreativ und lassen uns bestimmt noch weitere Corona-konforme Kontaktmöglichkeiten einfallen“, lacht sie verschmitzt.

Immer kräftig in die Pedale treten: Landwirte spenden Trecker für das Kinderhaus

„Da war die Freude unter den MoKi-Kindern riesig“, als Alexander Klümper schwer bepackt die Fahrzeuge, die in der Landwirtschaft eingesetzt werden, als Minitrecker mit Anhänger in zwei Größen und einem kleinen Güllefaß in den Garten des Kinderhauses brachte.

Ermöglicht haben diese großzügigen Spende die Landwirte, die beim 6. Passion-for-farming-Day im August 2019 in Sandersdorf (Raum Ingolstadt) nicht lange gezögert haben, wodurch 5 solche Übergaben in Deutschland und Österreich ermöglicht wurden.

„Wir möchten so den Kindern auf spielerische Art die Bedeutung der Landwirtschaft etwas näher bringen“ so Alexander Klümper, selbst Kinderhausvater einer dreijährigen Tochter.“ Selbstverständlich nehmen unsere Fachkräfte das Thema gesunder Boden, gesunde Pflanze, gesunde Tiere, gesunder Mensch gerne mit in den Kinderhausalltag auf“, so Leitung Ite Jansen.

Corona schafft Müll

„Das ist ein spannende Zeit“ und viele Dinge müssen neu überlegt werden, so Kinderhausleitung Ite Jansen. Nach den großen Veränderungen, die mit Risikogruppen, Dienstplänen, Betreuungssettings, Infektionsschutz und vielen Dingen mehr zu tun hatten, kam eine Zeit der Optimierung und Sicherstellung des Hygienestandards.

Erzieher durften Masken tragen, beim Mittagessen den Kindern die Nahrungsmittel anreichen, leider nicht mitessen, Kuscheltiere wurden getrennt aufbewahrt und noch viele Umstellungen mehr. Hinzu kam, dass der Hygieneschutz eine große Menge Müll produzierte. Die Mülleimer wurden zu klein und durften nicht mit der Hand geöffnet werden.

Die Firma Resorti zögerte nicht lange und stellte für die Waschräume, Wickelräume, Windfang, Personal WC und für die Küche ein perfektes Mülltrennungssystem zusammen. Die Freude beim Träger, der sich mit allerlei Entscheidungen plagte, war riesengroß. Das Geld können wir gut in Spielmaterial für die Kinder investieren, denen die Funktion und Optik eines Mülleimers eigentlich völlig egal ist. Wir danken Familie Bertmann, die auch mit 2 Kindern als Eltern im Kinderhaus sind, für diese großzügige Spende, die noch mit 3 Desinfektionsstationen an den 3 Eingängen erweitert wurde.

Kooperationstag mit der Montessori-Grundschule

Ein kleines Jubiläum der engen Kooperation konnten am Freitagnachmittag alle Mitarbeiter der beiden Montessori-Einrichtungen in Coesfeld feiern. Bereits zum 5. Mal fand mit über 40 Teilnehmern der gemeinsame Kooperationstag in der Seminarstraße statt.

Der „Prozess des Sozialwerdens“, sowohl in der Schule als auch im Kinderhaus war Schwerpunktthema des Treffens. Die gute Atmosphäre mit einem gemeinsamen Kaffeetrinken in der Mensa der Schule brachte Herrn Heiner Wilms die nötige Aufmerksamkeit für dieses Thema. Mit Theorie und Praxis konnte Herr Wilms, Herausgeber von „Teamgeister und Erwachsen werden“ viele Signale setzten und die Mitarbeiter aus Kinderhaus und Schule mit neuen Impulsen und praktischen Übungen in Erstaunen bringen.

„Weiterhin auf fruchtbare Zusammenarbeit“, so die Leitungen von Schule und Kinderhaus und ein großes Danke schön an die Projektgruppe, die diesen wunderbaren Kooperationstag ausgerichtet hat.

Ehrenamt wird groß geschrieben

Im Integrativen Montessori-Kinderhaus/Familienzentrum (MoKi) begegnen sich 66 Familien mit 82 Kindern unter dem Leitsatz „gemeinsam leben lernen“. Große und Kleine mit und ohne Behinderung bereichern sich gegenseitig, nehmen sich an die Hand und gehen ein Stück ihres Lebens gemeinsam. „Besondere Freude habe ich daran, dass generationsübergreifende Angebote Dank des Ehrenamtes genutzt werden können“, freut sich die Leiterin Ite Jansen.

So haben z.B. Großväter mehrfach das Projekt „Töpfern“ angeboten und gaben ihr Wissen an interessierte Kinder, Eltern und Großeltern weiter. Zudem kommt Opa Manfred 2 Mal monatlich zum gemeinsamen Lesen und Erzählen in die Einrichtung. Er vermittelt den Kindern auf bereichernde Art und Weise wie viel Spaß es macht zu lesen. Die Kinder nehmen die von ihm geschenkte Zeit dankbar an und freuen sich auf sein Kommen.

Engagement kennt im MoKi keine Grenzen. So hatte die Köchin Petra Belau großes Glück, dass sie ihre Kochkünste mithilfe eines irakischen Vaters durch die gemeinsame Zubereitung eines traditionellen irakischen Gerichtes erweitern konnte.  Das MoKi lebt durch das ehrenamtliche Engagement vieler Menschen, die das Herz am rechten Fleck tragen. So sind viele Projekte erfolgreich umgesetzt worden, wie z.B. die Sanierung eines alten Bauwagens zu einer Werkstatt oder diverse Märke und Feste, die regelmäßig stattfinden.

Natürlich haben die aufgeweckten Kinder und hochmotivierten Mitarbeiter immer wieder Träume eine inspirierende Umgebung zu schaffen. Im Frühjahr ist der Bau einer barrierefreien Terrasse im Außengelände geplant, die mit Hilfe von engagierten Freunden des Hauses entstehen wird. Durch Austausch und Gespräche werden Ideen immer wieder optimiert, sodass in diesem Fall Kinder mit Einschränkungen z.B. durch einen Rollstuhl einen weiteren Bereich im Garten nutzen können.

Im MoKi steht nicht nur das gemeinsame Schaffen im Vordergrund, nein auch das gemeinsame Erleben. Die sportbegeisterte Mitarbeiterin Wiebke Honrath organisiert mit ihrem Projektteam ein Fußballturnier für alle Kinder und deren Familien und Freunden des Hauses. Für alle Interessierten heißt es dann gemeinsam das Ehrenamt in Bewegung, auf und neben dem Platz zu erleben. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an alle, die das MoKi zu dem machen, was es ist!